Schriftliche Prüfung vom März 2014

Die Lösungen finden Sie im Anschluss an die Prüfungsfragen. Bitte bei Bedarf nach unten scrollen.

Frage 1 (P 14-1): Einfachauswahl. Welche Aussage zur progressiven Muskelrelaxation (PMR) trifft zu?

□ A Ziel ist eine konzentrative Amnesie
□ B Vorrangiges Ziel ist die Reduktion der Atemfrequenz
□ C Das Verfahren ist durch willentliche und bewusste An- und Entspannung von Muskelgruppen charakterisiert
□ D Bei akut psychotischen Patienten wirkt es sich günstig auf die Gespanntheit aus
□ E Die progressive Muskelrelaxation (PMR) ist die Methode der Wahl zum Abbau von Zwangshandlungen

Frage 2 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wenn Sie einen Patienten bitten, das Sprichwort „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ zu erläutern,

(1) dann prüfen Sie das Abstraktionsvermögen
(2) dann prüfen Sie eine wichtige kognitive Eigenschaft
(3) können Sie dies – bei Nichterfassen des Zusammenhangs – mit dem psychopathologischen Begriff des „Vorbeiredens“ bezeichnen
(4) können Sie dies – bei Nichterfassen des Zusammenhangs – mit dem psychopathologischen Begriff des „Konkretismus“ bezeichnen
(5) kann dies– bei Nichterfassen des Zusammenhangs – ein Hinweis auf Schizophrenie sein

□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

Frage 3 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Chorea Huntington treffen zu?

(1) Erste Symptome der Krankheit zeigen sich meist zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr
(2) Bei frühzeitiger Therapie kann die Erkrankung geheilt werden
(3) Psychische Beschwerden gehen den Bewegungsstörungen oft mehrere Jahre voraus
(4) Die Bewegungsstörungen beginnen meist mit Hyperkinesen bei verringertem Muskeltonus
(5) Die geistige Leistungsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt

□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 4 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu Rauschdrogen und psychotropen Substanzen treffen zu?

□ A Cannabis kann psychotische Symptome, einschließlich Horrortrips, auslösen
□ B Cannabis führt zu einer Steigerung der Aktivität und kurzfristigen Leistungsverbesserung
□ C Keine bekannte Droge wirkt direkt oder indirekt auf das vegetative Nervensystem
□ D Alkohol kann beruhigend, spannungslösend und angstabbauend wirken
□ E Zur Diagnose eines schädlichen Gebrauchs muss nach ICD_10 eine Toleranzentwicklung vorliegen

Frage 5 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Symptome gehören zu den Ich-Störungen bei der schizophrenen Psychose?

□ A Gedankenentzug
□ B Schlafstörung
□ C Affektverarmung
□ D Gedankenlautwerden
□ E Verfolgungswahn

Frage 6 (P 14-1): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu? Ein diagnostisches Kriterium (nach ICD-10) für eine depressive Episode ist:

□ A Dauer von mindestens 2 Monaten
□ B Dauer von mindestens 6 Monaten
□ C Ängstlich vermeidende Persönlichkeit
□ D Antriebsminderung
□ E Gesteigerte Libido

Frage 7 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Merkmale/Symptome treffen auf einen Patienten mit einer Zwangsstörung zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Zur Diagnosestellung nach ICD-10 müssen Zwangsgedanken auf jeden Fall, nicht aber Zwangshandlungen vorliegen
□ B Die Symptome (Zwangsgedanken, -impulse. –handlungen) werden vom Patienten als unsinnig oder übertrieben erlebt
□ C Die Zwangsinhalte beziehen sich sehr selten auf Themen wie Sexualität und Religion
□ D Die Zwangssymptome bestehen über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen
□ E Der Inhalt der Zwangsgedanken ändert sich ständig

Frage 8 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Empfehlungen geben Sie einem Patienten mit chronischen Schlafstörungen? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Mindestens 8-10 Stunden Schlaf täglich anstreben
□ B Einnahme von Benzodiazepinen
□ C Direkt vor dem Zubettgehen 1 Stunde zum Joggen gehen
□ D Auf längeren Tagschlaf verzichten, nicht zu früh ins Bett gehen
□ E Regelmäßigen zeitlichen Schlafrhythmus beibehalten

Frage 9 (P 14-1): Einfachauswahl. Ein alkoholkranker Patient schildert das Hören von Stimmen. Sie stellen eine ängstliche, angespannte Grundstimmung mit Fluchttendenz fest. Welche Diagnose trifft am ehesten zu?

□ A Korsakow-Syndrom
□ B Hebephrenie
□ C Delirium tremens
□ D Alkoholhalluzinose
□ E Wernicke-Enzephalopathie

Frage 10 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Typische körperliche Folgen einer Erkrankung an Anorexia nervosa sind:

(1) Kaliummangel mit Herzrhythmusstörungen, woraus ein plötzlicher Herztod folgen kann
(2) Bluthochdruck
(3) Zyklusstörungen
(4) Osteoporose mit erhöhtem Risiko einer Fraktur
(5) Blutbildveränderungen

□ A Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 11 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur paranoiden Persönlichkeitsstörung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Übertriebene Empfindlichkeit bei Rückschlägen und Zurücksetzung
□ B Übermäßige Vorliebe für einzelgängerische Beschäftigungen
□ C Sehr geringe Frustrationstoleranz und niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten
□ D Streitsüchtiges und beharrliches, situationsunangemessenes Bestehen auf eigenen Rechten
□ E Übermäßige Pedanterie und Befolgung von Konventionen


Frage 12 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Risikofaktoren für eine vaskuläre Demenz sind:

(1) Alzheimer Demenz in der Familie
(2) Bluthochdruck
(3) Rauchen
(4) Diabetes mellitus
(5) Fettstoffwechselstörung

□ A Nur die Aussagen 2 und 4 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 13 (P 14-1): Einfachauswahl. Welche Aussage zur Dyskalkulie (nach ICD-10) trifft zu?

□ A Die Dyskalkulie ist ein einheitliches Störungsbild
□ B Dyskalkulie tritt bei jedem vierten Kind auf
□ C Bei der Dyskalkulie handelt es sich um eine Störung beim Umgang mit Zahlen bei reduzierter Gesamtintelligenz
□ D Die Problematik der Dyskalkulie macht sich erst in den höheren Schulklassen bemerkbar
□ E Die Dyskalkulie sagt nichts über die Intelligenz der Betroffenen aus

Frage 14 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zum Störungsbild einer sozialen Phobie treffen zu?

(1) Die Ängste treten vorwiegend in größeren Menschenmengen auf
(2) Die Störung tritt ganz überwiegend bei Männern auf
(3) Soziale Phobien sind in der Regel mit einem niedrigen Selbstwertgefühl verbunden
(4) Die Symptome können sich bis hin zu Panikattacken verstärken
(5) Soziale Phobien können sich in Beschwerden wie Händezittern, Übelkeit und Drang zum Wasserlassen äußern

□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 15 (P 14-1 Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Die meisten Menschen, die einen Suizid begehen, sind weder psychisch noch körperlich krank
□ B Die Suizidrate hat in Deutschland in den letzten 30 Jahren kontinuierlich zugenommen
□ C Suizide werden in den seltensten Fällen angekündigt
□ D Frühere Suizidversuche erhöhen das Risiko
□ E Die Suizidrate ist bei Männern höher als bei Frauen

Frage 16 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
So genannte Flashbacks (Nachhallzustände/Nachhallerinnerungen) treten typischerweise auf bei

□ A fortgeschrittener Demenz
□ B akuter manischer Episode
□ C Konsumenten von Halluzinogenen
□ D posttraumatischer Belastungsstörung
□ E querulatorischer Persönlichkeitsstörung

Frage 17 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Als Ursachen für Schlafstörungen kommen in Frage:

(1) Einnahme von Amphetaminen
(2) Schilddrüsenüberfunktion
(3) Demenz
(4) Zerebrale Durchblutungsstörungen
(5) Depression

□ A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 18 (P 14-1): Einfachauswahl. Bei einem Patienten tritt nach einem Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma eine zweistündige Erinnerungslücke für das Geschehen nach dem Unfall auf. Welche Diagnose trifft am ehesten zu?

□ A Retrograde Amnesie
□ B Alkoholentzugsdelier
□ C Anterograde Amnesie
□ D Organisch Amnestisches Syndrom
□ E Dissoziative Amnesie

Frage 19 (P 14-1): Einfachauswahl. Welche Aussage zu Lithium trifft zu?

□ A Lithium gehört zur Medikamentengruppe der Phasenprophylaktika
□ B Lithium besitzt eine hohe therapeutische Breite
□ C Grippale Infekte beeinflussen die Lithiumwirkung nicht
□ D Die therapeutische Wirkung von Lithium setzt innerhalb weniger Minuten ein
□ E Lithium hat in erster Linie eine antriebssteigernde Wirkung

Frage 20 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden therapeutischen Techniken gehören zu den typischen verhaltenstherapeutischen Verfahren?

(1) Reizkonfrontation
(2) Training sozialer Kompetenz
(3) Hypnose
(4) Kognitive Therapie
(5) Genogramm (graphische Darstellung der Familie)

□ A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 21 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur katatonen Schizophrenie treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Sopor ist ein Leitsymptom
□ B Erregungszustände sprechen gegen eine katatone Schizophrenie
□ C Das klinische Bild wird von Wahnvorstellungen und akustischen Halluzinationen beherrscht
□ D Typisch ist die automatische Befolgung von Anweisungen (Befehlsautomatismen)
□ E Psychomotorische Störungen stehen im Vordergrund

Frage 22 (P 14-1): Einfachauswahl. Welche psychische Erkrankung zeigt als Hauptmerkmal die Tendenz, impulsiv zu handeln ohne Berücksichtigung von Konsequenzen?

□ A Histrionische Persönlichkeitsstörung
□ B Schizophrenia simplex
□ C Anankastische Persönlichkeitsstörung
□ D Schizoaffektive Psychose
□ E Emotional instabile Persönlichkeitsstörung

Frage 23 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Psychotherapie bei Anorexia nervosa treffen zu?

(1) Bei einem Body-Mass-Index von unter 17,5 kg/m² ist grundsätzlich eine stationäre Psychotherapie erforderlich
(2) Gruppentherapien haben sich nicht bewährt
(3) Die Behandlungsbereitschaft ist hoch
(4) Sinnvoll ist eine Therapie der Körperschemastörung
(5) Bei jungen Patienten sollten die Eltern in die Psychotherapie mit einbezogen werden

□ A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 24 (P 14-1): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu? Die Vermittlung des autogenen Trainings (AT) sollte unterbleiben bei

□ A Epileptischen Anfällen in der Vorgeschichte
□ B metabolischem Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus
□ C Intelligenzminderung leichten Grades
□ D schweren Konzentrationsstörungen
□ E enttäuschenden Erfahrungen mit anderen Selbstentspannungsmethoden

Frage 25 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Angehörige berichten Ihnen über einen 50-järigen – wegen einer psychischen Erkrankung berenteten – Mann, der keinerlei Eigeninitiative mehr zeigt und zunehmend die Körperpflege vernachlässigt. Sie vermuten ein schizophrenes Residuum.
Welche der folgenden anamnestischen Angaben stützen Ihren Verdacht? Wählen sie zwei Antworten!

□ A Langjährige schwere Alkoholkrankheit
□ B Seit über einem halben Jahr rasch zunehmende Gedächtnisstörungen
□ C Seit über einem Jahr deutlich verminderter Aktivität
□ D Ausgeprägter Verfolgungswahn vor fünf Jahren
□ E Einnahme von Methadon (Polamidon)

Frage 26 (P 14-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur zwangsweisen Unterbringung psychisch Kranker treffen zu?

(1) Zur Unterbringung psychisch Kranker anerkannte Einrichtungen sind Kliniken für Psychiatrie
(2) Die Unterbringung eines psychisch Kranken kann nur von nahen Angehörigen beantragt werden
(3) Eine Unterbringung ist bei akuter Selbstgefährdung möglich
(4) Eine Unterbringung im Sinne des Unterbringungsrechtes kann auch bei medikamentenabhängigen Personen erfolgen
(5) Eine mehrwöchige Unterbringung setzt einen Gerichtsbeschluss voraus

□ A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 27 (P 14-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu Wahrnehmungsstörungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Eine Pseudohalluzination ist eine Fehlinterpretation eines realen Sinnesreizes
□ B Bei einer Illusion kann der Betroffene den Trugcharakter erkennen
□ C Halluzinationen sind Sinneswahrnehmungen ohne äußeren Reiz
□ D Halluzinationen sollten erfragt werden
□ E Körperhalluzinationen sind typisch für leichte bis mittelschwere Depressionen

Frage 28 (P 14-1): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu? Eine formale Denkstörung bei Schizophrenie ist/sind:

□ A Interessenverlust
□ B Euphorische Stimmung
□ C Bizarres Verhalten mit der Vorstellung verfolgt zu werden
□ D Gedankensperre
□ E Befehlende Stimmen

Lösungen HP Psychotherapie 2014-1

Ausführliche Kommentare zu den Lösungen der vorausgehenden Prüfungen finden Sie in meinen Lernkarten mit Original-Prüfungsfragen der Jahre 2004 bis 2014 (Elsevier-Verlag, 2015).

Frage 1 (PMR): Richtig ist C. - Zu A: Falsch. Ziel ist eine konzentrative Selbstentspannung, keine konzentrative Amnesie (= Gedächtnisverlust). - Zu B: Falsch. Vorrangiges Ziel ist ein Zustand der Entspannung, bei dem meist auch der Atem ruhiger wird. Eine Reduktion der Atemfrequenz ist jedoch nicht das „vorrangige Ziel“ der PMR. - Zu C: Richtig. Bei der progressiven Muskelentspannung werden zunächst nacheinander einzelne Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge angespannt, dann wieder entspannt. Hierdurch kann ein Zustand tiefer körperlicher Entspannung erreicht werden: - Zu D: Falsch. Bei psychotischen Patienten sind Entspannungstechniken kontraindiziert.- Zu E: Falsch. Eine Entspannung des Körpers bewirkt keinen Rückgang von Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen.

Frage 2 (Konkretismus): E: 1, 2, 4 und 5 sind richtig. Kommentar: Konkretismus bedeutet: jemand kann nur konkret denken und nicht verallgemeinern, nicht auf andere Dinge „übertragen“. „Konkretismus“ ist eine formale Denkstörung bei Schizophrenie und beim Asperger Syndrom.

Frage 3 (Chorea Huntington): □ C Nur 1, 3 und 4 sind richtig.
Zu 1: Richtig. - Zu 2:Falsch. Chorea Huntington („Veitstanz“) ist eine erblich bedingte unheilbare Erkrankung des Gehirns. - Zu 3: Richtig. Die Betroffenen leiden an der fortschreitenden Zerstörung eines Bereichs des Gehirns, der nicht nur für Muskelsteuerung, sondern auch für grundlegende mentale Funktionen wichtig ist, des Striatums. Die Symptome umfassen Störungen des Gefühlslebens, der kognitiven Fähigkeiten und der Muskelsteuerung. Depression, Reizbarkeit, häufig auch Konzentrations- und Gedächtnisstörungen gehen den motorischen Symptomen oft Jahre voraus.- Zu 4: Richtig. Die Bewegungsstörungen beginnen meist mit ungewollten Bewegungen (= Hyperkinesien) bei verringertem Muskeltonus. Später verändern sich die Bewegungsstörungen in Richtung Hypokinesie (Bewegungsarmut) und Erhöhung des Muskeltonus. - Zu 5: Falsch! Durch die Erkrankung kommt es zu Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten (z.B. Konzentrations- und Gedächtnisstörungen). Bei vielen Betroffenen entwickelt sich im Verlauf der Erkrankung eine Demenz.

Frage 4 (Psychotrope Substanzen): A+D sind richtig. Zu E: Schädlicher Gebrauch (= Missbrauch) ist nicht gleichzusetzen mit Abhängigkeit. Eine Toleranzentwicklung ist nach ICD-10 deshalb kein notwendiges Kriterium für „schädlichen Gebrauch“.

Frage 5: (schizophrene Ich-Störungen): □ A+ D sind richtig.
Frage 6 (Depressive Episode): □ D ist richtig. Zu A+B: Die Mindestdauer ist 2 Wochen.
Frage 7 (Zwangsstörung): B+D sind richtig.
Frage 8 (Empfehlungen bei Schlafstörungen): D+E sind richtig.
Frage 9 (Alkoholhalluzinose): □ D ist richtig.

Frage 10 (Anorexia: körperliche Folgen): D: nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
Zu 1: Richtig. Durch Kaliummangel kommt es zu Herzrhythmusstörungen, in seltenen Fällen zum plötzlichen Herztod.

Frage 11 (Paranoide PS.): A und D sind richtig.
Frage 12 (Vaskuläre Demenz): E: 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Zu 5: Richtig. Eine Fettstoffwechselstörung liegt vor, wenn entweder die Cholesterin- oder die Triglyzeridwerte oder beide erhöht sind. Diese Veränderungen können zu einer Arteriosklerose führen.

Frage 13 (Dyskalkulie): E ist richtig.
Frage 14 (Soziale Phobie): □ D: 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 15 (Suizidalität): D und E sind richtig. Zu B: Falsch. Die Suizidrate hat in den letzten 30-50 Jahren kontinuierlich abgenommen.

Frage 16 (Flashbacks): □ C + D sind richtig.

Frage 17 (Ursachen von Schlafstörungen): □ E: alle Aussagen sind richtig.Zu 4: Richtig. Wenn bei älteren Menschen durch Arteriosklerose oder einen zu niedrigen Blutdruck die Durchblutung des Gehirns nicht mehr ausreicht, kommt es häufig zu Verwirrtheitszuständen mit körperlicher Unruhe und Ängsten, die ein Einschlafen verhindern.

Frage 18 (Erinnerungslücke): □ C ist richtig (anterograde Amnesie).
Frage 19 (Lithium): □ A ist richtig.
Frage 20 (Verfahren der VT): B: 1, 2 und 4 sind richtig.

Frage 21 (Katatone Schizophrenie): □ D+E sind richtig. - Zu A: Falsch! Sopor ist eine Form der quantitativen Bewusstseinsstörung, Stupor wäre richtig.

Frage 22 (impulsives Handeln): □ E ist richtig.

Frage 23 (Therapie der Anorexia nervosa): □ C Nur 4 und 5 sind richtig.
Zu 5: Richtig. Einerseits sind oft familiäre Konflikte an der Symptomatik der Anorexie beteiligt. Andererseits fühlen die Eltern sich oft schuldig oder hilflos und benötigen deshalb selbst Hilfe. Deshalb wird bei oft eine Familientherapie in das therapeutische Konzept mit einbezogen.

Frage 24 (Autogenes Training: Kontraindikation): Aussage D ist richtig
Zu A: Falsch. In verschiedenen Internetbeiträgen warnen Ausbilder für AT davor, ohne ärztliche Rücksprache bei Epilepsie das autogene Training einzusetzen: trotzdem war nach Ansicht der Prüfer Aussage A falsch. - Zu D: Richtig. Schwere Konzentrationsstörungen finden sich z.B. bei einer manischen Episode, bei der paranoiden Schizophrenie oder bei einer schweren depressiven Episode. Bei schweren psychischen Erkrankungen dieser Art ist das AT kontraindiziert.

Frage 25 (schizophrenes Residuum): □ C+D sind richtig.
Frage 26 (Zwangsweise Unterbringung): □ D: 1, 3, 4 + 5 sind richtig. Zu 2: Falsch. Die Unterbringung wird von der Kreisverwaltungsbehörde (z.B. Landratsamt) beim Betreuungsgericht beantragt.

Frage 27 (Wahrnehmungsstörungen): □ C + D sind richtig.
Frage 28 (Formale Denkstörung bei Schizophrenie): D ist richtig.

Prüfungsfragen 2004-2014

616 Originalprüfungsfragen mit ausführlichen Kommentaren zu jeder richtigen und jeder falschen Lösung