Schriftliche Prüfung HP-Psych vom März 2015

Die Lösungen finden Sie im Anschluss an die Prüfungsfragen. Bitte bei Bedarf nach unten scrollen.

Frage 1 (P 15-1): Einfachauswahl. Ein Patient berichtet beim Erblicken eines Legosteins am Boden, dass dieser eigens für ihn hinterlegt worden sei, als Zeichen, er solle heute Abend nicht Auto fahren. Welche Aussage trifft zu?.

□ A Wahnwahrnehmung
□ B Optische Halluzination
□ C Sensitiver Beziehungswahn
□ D Pseudohalluzination
□ E Taktile Missempfindung

Frage 2 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur sozialen Phobie treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Die soziale Phobie tritt meist erst nach dem 30. Lebensjahr auf
□ B Als Folge der sozialen Phobie kann es zur Schulverweigerung kommen
□ C Es handelt sich um eine generelle und anhaltende Angst, die nicht auf eine bestimmte Situation beschränkt ist
□ D Das Risiko bei sozialer Phobie später an einer Depression zu erkranken ist nicht erhöht
□ E Charakteristisch ist die Furcht, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich peinlich oder erniedrigend zu verhalten

Frage 3 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Verhaltenstherapeutische Verfahren sind:

(1) Training sozialer Kompetent
(2) Habituationstraining
(3) Systematische Desensibilisierung
(4) Exposition in sensu
(5) Sokratischer Dialog

□ A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 4 (P 15-1): Einfachauswahl. Ein Patient mit bekannter Suchterkrankung befindet sich in Ihrer regelmäßigen psychotherapeutischen Behandlung. Beim aktuellen Gesprächstermin zeigt er ein verändertes Verhalten. Zusätzlich fallen Ihnen sehr enge Pupillen (Miosis) auf. Die Einnahme welcher Substanz könnte hierfür am ehesten ursächlich sein?

□ A Cannabis
□ B Opiat
□ C Kokain
□ D Methamphetamin (Crystal)
□ E LSD (Lysergsäurediäthylamid)

Frage 5 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Erkrankungen oder Zustände können bei bestehender Selbst- oder Fremdgefährdung zu Einweisungen nach dem jeweiligen Landesgesetz für psychisch kranke Personen (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz, Unterbringungsgesetz führen?

(1) Akute paranoide Psychose
(2) Alkoholismus
(3) Manie
(4) Akuter Erregungszustand
(5) Depression

□ A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 6 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Negativsymptomatik (Minussymptomatik) bei psychischen Störungen treffen zu?

(1) Negativsymptome sind typisch für ein schizophrenes Residuum
(2) Negativsymptome lassen sich vor allem durch Psychoanalyse günstig beeinflussen
(3) Versündigungswahn ist ein typisches Negativsymptom
(4) Differentialdiagnostisch muss an Nebenwirkungen von Neuroleptika gedacht werden
(5) Eine ausgeprägte Negativsymptomatik ist hinsichtlich der langfristigen Prognose einer Schizophrenie als eher günstig anzusehen

□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 7 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

Ein 50-jähriger Mann kommt in Begleitung seiner Ehefrau in Ihre Praxis. Vom psychopathologischen Befund ist ein maniformes Zustandsbild auffällig. Um eine mögliche somatische Ursache auszuschließen, empfehlen Sie eine hausärztliche Untersuchung.
Als Ursachen kommen bei der Differentialdiagnose am ehesten in Frage:

□ A Schilddrüsenüberfunktion
□ B Amphetaminkonsum
□ C Hypotonie
□ D Schilddrüsenunterfunktion
□ E Herzinfarkt

Frage 8 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Zwangsstörung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Zwangsgedanken werden von den Betroffenen meist als unsinnig erkannt
□ B Zwangsgedanken werden von den Betroffenen als von Außen eingegeben empfunden
□ C Nur bei einem kleinen Teil der betroffenen Patienten finden sich Zwangsgedanken und Zwangshandlungen gemischt
□ D Zur Behandlung werden in psychiatrischen Kliniken häufig Verfahren der Neurochirurgie eingesetzt
□ E Zwangsgedanken haben oft bedrohliche oder aggressive Inhalte

Frage 9 (P 15-1): Einfachauswahl. Welcher Abwehrmechanismus wird beschrieben, wenn jemand eigene Probleme und Impulse, die man bei sich selbst ablehnt, einem anderen Menschen zuschreibt und dort kritisiert und thematisiert?

□ A Sublimierung
□ B Regression
□ C Projektion
□ D Reaktionsbildung
□ E Affektverschiebung

Frage 10 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zum Betreuungsrecht treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Der zu betreuende muss schwerbehindert sein
□ B Ein Betreuer kann auch auf Antrag des Betroffenen bestellt werden
□ C Voraussetzung für eine Betreuerbestellung ist Geschäftsunfähigkeit
□ D Die Anregung einer Betreuung kann durch Jedermann erfolgen
□ E Unter Betreuung stehende Menschen verlieren grundsätzlich ihr Wahlrecht

Frage 11 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur sog. Binge-Eating-Störung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Das Körpergewicht liegt unter einem Body-Mass-Index (BMI) von 17,5kg/m²
□ B Typisch ist sofortiges Erbrechen nach dem Essen
□ C Häufig besteht Übergewicht
□ D Die Impulskontrolle ist gestört
□ E Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen

Frage 12 (P 15-1): Einfachauswahl. Welche Aussage zur dissoziativen Störung der Bewegung trifft zu?

□ A Umwandlung unbewusster psychischer Konflikte in somatische Symptome
□ B Zustand, der auftritt beim Übergang von einer Depression zur Manie und umgekehrt
□ C Symptome können durch eine körperliche Erkrankung erklärt werden
□ D Umschlag von katatoner Erregung zu katatoner Hemmung
□ E Neu hinzukommendes Symptom, das im Krankheitsverlauf das Grundsymptom ersetzt

Frage 13 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Reizkonfrontation treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Reizkonfrontation kann bei Agoraphobie zu einer Symptomreduktion führen
□ B Die Methode wird häufig bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Depressionen eingesetzt
□ C Die massive Konfrontation mit der angstbesetzten Situation führt idealerweise zu einer Auflösung des Spannungszustandes und minimiert so die Erwartungsangst
□ D Zentrale Aussagen des erarbeiteten Erklärungs- und Veränderungsmodells dürfen nicht als Wahrscheinlichkeitsaussagen formuliert werden
□ E Ein graduiertes Vorgehen ist bei dieser Methode nicht möglich

Frage 14 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Merkmale lassen am ehesten an eine anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung im Sinne der ICD-10 denken?

(1) Ständige Beschäftigung mit Details, Regeln, Listen, Ordnung und Plänen
(2) Ausgeprägter Perfektionismus, der die Fertigstellung von Aufgaben behindert
(3) Übermäßige Pedanterie und Befolgung sozialer Konventionen
(4) Eingeschränkter Lebensstil wegen Bedürfnisses nach körperlicher Sicherheit
(5) Eingeschränkte Fähigkeit. Alltagsentscheidungen zu treffen ohne ein hohes Maß an Ratschlägen und Bestätigung von anderen

□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 15 (P 15-1) Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen sind mit der Diagnose des elektiven Mutismus typischerweise vereinbar?

(1) Das betroffene Kind spricht nicht mit den Lehrern
(2) Bei dem Kind besteht eine erhebliche Sprachentwicklungsstörung
(3) Das Sprachverständnis ist nicht beeinträchtigt
(4) Das Kind spricht mit der Mutter
(5) Es gibt keinen Beleg dafür, dass das betroffene Kind in einigen Situationen normal oder fast normal sprechen kann

□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

Frage 16 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? Zu den formalen Denkstörungen zählen

(1) Sperrung des Denkens
(2) Ideenflucht
(3) Inkohärenz
(4) Gedankenlautwerden
(5) Neologismen

□ A Nur die Aussage 3 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

Frage 17 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Nebenwirkungen können bei der Therapie mit Lithiumpräparaten auftreten?

(1) Tremor
(2) Vermehrte Harnausscheidung (Polyurie)
(3) Gewichtszunahme
(4) Übelkeit
(5) Gesteigertes Durstempfinden

□ A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 18 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? Die wahnhafte Störung ist nach ICD-10 charakterisiert durch:

(1) Lang anhaltender Wahn
(2) Affektverflachung
(3) Antriebsstörung
(4) Denkzerfahrenheit
(5) Anhaltende akustische Halluzinationen

□ A Nur die Aussage 1 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

Frage 19 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
Um erlaubnispflichtige Ausübung der Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes handelt es sich bei der selbständigen Durchführung von:

□ A Verhaltenstherapie bei Angststörung
□ B Eheberatung bei Beziehungskrise
□ C Beratung über die Schullaufbahn bei Lernstörungen
□ D Flooding bei Spinnenphobie
□ E Vortragstätigkeit mit Erteilung allgemein gehaltener gesundheitlicher Ratschläge

Frage 20 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
Bei der Entwicklung eines Delirium tremens im Rahmen eines Alkoholentzugssyndroms:

□ A kann es zu epileptischen Anfällen kommen
□ B besteht unbehandelt ein hohes Mortalitätsrisiko von bis zu ca. 25%
□ C sind ambulante Behandlungen einer sofortigen Klinikeinweisung vorzuziehen
□ D kommt es zu typischen Wahninhalten
□ E kommt es zu Orientierungsstörungen, jedoch nicht zu Bewusstseinstrübungen

Frage 21 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Empfehlungen sind bei einem Patienten mit Schlafstörungen sinnvoll? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Körperliches Training kurz vor dem Schlafengehen
□ B Verzicht auf Mittagsschlaf
□ C Genuss von 1 Liter Rotwein kurz vor dem Schlafengehen
□ D Schlafen mit erhöhtem Oberkörper
□ E Vermeidung der Einnahme von harntreibenden Substanzen am Abend

Frage 22 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) treffen zu?

(1) Symptome klingen innerhalb von 3 Tagen nach belastendem Ereignis ab
(2) Häufig bestehen komorbide psychische Störungen
(3) Traumafokussierte Psychotherapieverfahren sind grundsätzlich kontraindiziert
(4) Nach Traumata entwickeln die meisten betroffenen eine PTBS
(5) Typisch ist das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen oder Träumen

□ A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 23 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu?

(1) Der Suizid zählt in Deutschland zu den zehn häufigsten Todesursachen
(2) Bei Männern ist die Suizidrate deutlich höher als bei Frauen
(3) Es ist bekannt, dass viele Betroffene innerhalb des letzten Monats vor dem vollzogenen Suizid einen Therapeuten aufgesucht hatten
(4) Bei Verdacht auf Suizidalität sollte man nicht nach sozialen Kontakten fragen
(5) Das präsuizidale Syndrom nach Ringel wird mit folgender Trias beschrieben: Einengung, Suizidfantasien und Aggressionsumkehr

□ A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 24 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Eine 50-jährige Patientin berichtet Ihnen von ihrer 75-jährigen Mutter, bei der sie eine Alzheimer-Demenz vermutet. Welche der folgenden Angaben sprechen eher für eine kognitive Störung bei depressiver Krankheit? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Langsame Verschlechterung der Leistungsfähigkeit
□ B Deutliche Merkfähigkeitsstörung
□ C Rascher Beginn der Auffälligkeiten nach Tod des Ehepartners
□ D Ungestörtes Orientierungsvermögen
□ E Überspielen kognitiver Defizite

Frage 25 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Mit welchen Symptomen ist nach abruptem Absetzen der Benzodiazepinmedikation bei langjähriger Benzodiazepinabhängigkeit zu rechnen?

(1) Hypersomnie
(2) Wahrnehmungsstörungen
(3) Krampfanfälle
(4) Tremor
(5) Dysphorie

□ A Nur die Aussage 1 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 26 (P 15-1): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu? Die hypochondrische Störung zählt nach ICD-10 Klassifikation zu den

□ A psychosomatischen Störungen
□ B somatoformen Störungen
□ C vorgetäuschten (artifiziellen) Störungen
□ D simulierten Störungen
□ E Zwangsstörungen

Frage 27 (P 15-1): Einfachauswahl. Ein 70-jähriger Patient wird zunehmen vergesslicher, verläuft sich und ist zeitlich nicht voll orientiert. Welche Maßnahme ist als erstes einzuleiten?

□ A Aufnahme einer Psychotherapie, um herauszufinden, was hinter den Symptomen stecken könnte
□ B Gabe von Ritalin (Methylphenidat) zur Steigerung der Konzentration
□ C Sofortige Einweisung in eine geschlossene psychiatrische Abteilung gegen den Willen des Patienten
□ D Beantragung einer Betreuung nach dem Betreuungsgesetz
□ E Veranlassung einer ärztlichen Abklärung bei Verdacht auf Demenz

Frage 28 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Unterformen einer schizophrenen Psychose nach ICD-10?

(1) Larviert
(2) Hebephren
(3) Simplex
(4) Kataton
(5) Autistisch

□ A Nur die Aussage 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Lösungen 2015-1 (HP Psychotherapie)

Ausführliche Kommentare zu den Lösungen der vorausgehenden Prüfungen finden Sie in meinen Lernkarten mit Original-Prüfungsfragen der Jahre 2004 bis 2014 (Elsevier-Verlag, 2015).

Lösung 1 (P 15-1): Legostein. A ist richtig (Wahnwahrnehmung).

Lösung 2 (P 15-1): Soziale Phobie. B und E sind richtig.
Kommentar: C beschreibt die generalisierte Angststörung. Zu D: Viele Sozialphobiker entwickeln bei längerer Erkrankung eine depressive Störung.

Lösung 3 (P 15-1): Verhaltenstherapeutische Verfahren. E: Alle sind richtig.
Zu 2: Habituationstraining = Gewöhnungstraining. Angstmachende Gedanken werden z.B. so oft gedanklich oder in einer Art Drehbuch wiederholt, bis Gewöhnung = Habituation eintritt. Auch die Konfrontation in vivo führt in der Regel zu einer Gewöhnung und damit Reduzierung der Reaktion. – Zu 5: Der sokratische Dialog ist eine Technik der kognitiven VT, bei der irrationale Denkmuster durch kluges, auf die Argumente des Klienten eingehendes Fragen verändert werden.

Lösung 4 (P 15-1): Miosis. B ist richtig. Enge Pupillen (Stecknadelpupillen/Miosis) sind typisch für eine Opiatintoxikation (z.B. Heroin).

Lösung 5 (P 15-1): E Alle Aussagen sind richtig.
Lösung 6 (P 15-1): B 1 und 4 sind richtig.

Lösung 7 (P 15-1): A und B sind richtig.
Kommentar: Bei Schilddrüsenüberfunktion kann es zu maniformen Zuständen kommen, ebenso auch bei Konsum von Amphetaminen (z.B. Kokain; Ritalin; XTC; Speed)

Lösung 8 (P 15-1): Zwangsstörung. A und E sind richtig. Zu C: Bei den meisten Betroffenen kommt es zu Zwangsgedanken, die durch dazu passende Zwangshandlungen „neutralisiert“ werden sollen.

Lösung 9 (P 15-1): Abwehrmechanismus Projektion. C ist richtig.
Lösung 10 (P 15-1): Betreuungsrecht. B und D sind richtig.
Lösung 11 (P 15-1): Binge-Eating-Störung. C und D sind richtig.
Kommentar: Kein Erbrechen, dadurch meist Übergewicht = Adipositas (BMI über 30).

Lösung 12 (P 15-1): Dissoziativen Störung der Bewegung. A ist richtig.
Kommentar: Dissoziative Störungen der Bewegung (z.B. Lähmung; Sprachverlust; psychogene Anfälle) zählen zu den Konversionsstörungen, bei denen nach psychoanalytischer Vorstellung ein unbewusster Konflikt symbolhaft in ein köperliches Symptom umgewandelt (= konvertiert) wird.

Lösung 13 (P 15-1): Reizkonfrontation. A und C sind richtig.

Lösung 14 (P 15-1): Anankastische Persönlichkeitsstörung. A 1, 2 und 3 sind richtig.
Kommentar: Aussage 4 beschreibt die ängstlich-vermeidende PS, Aussage 5 die abhängige PS.

Lösung 15 (P 15-1) Elektiver Mutismus. C 1, 3 und 4 sind richtig.
Kommentar: elektiv bedeutet: das Kind wählt aus, wann es verstummt und wann es redet. Meist spricht das Kind mit engen Bezugspersonen (z.B. der Mutter), nicht jedoch mit fremden oder Autoritätspersonen (z.B. Lehrer). Die Kinder haben keine Sprachentwicklungsstörung. Und natürlich gibt es Belege dafür, dass das Kind in einigen Situationen (z.B. mit Mutter/ Vater/ Bruder) normal sprechen kann.

Lösung 16 (P 15-1): Formale Denkstörungen. E 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
Zu 4: Gedankenlautwerden ist keine formale Denklstörung (= Störung des Gedankenablaufs und des Redens) sondern eine Ich-Störung, gleichzeitig auch eine akustische Halluzination.

Lösung 17 (P 15-1): Nebenwirkungen von Lithium. E alle Aussagen sind richtig.
Eine eher medizinische Frage, bei der alle Aussagen richtig sind, auch die vermehrte Harnausscheidung, die Übelkeit und das gesteigerte Durstempfinden.

Lösung 18 (P 15-1): Wahnhafte Störung. A Nur 1 ist richtig.
Kommentar: 2+3 sind Negativsymptome, wie sie bei der Schizophrenia simplex, der Hebephrenie oder dem schizophrenen Residuum auftreten. 4 und 5 sind Plus-Symptome der paranoiden Schizophrenie.

Lösung 19 (P 15-1): Ausübung der Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes. A und D sind richtig. Kommentar: Beratung (B+C) oder allgemeine gesundheitliche Ratschläge macht man mit Gesunden. Zu A+D: Auch ein Heilpraktiker darf Techniken der VT anwenden, wenn er eine entsprechende Ausbildung gemacht hat.

Lösung 20 (P 15-1): Delirium tremens. A und B sind richtig.
Zu B: Mortalität = Sterblichkeit/Sterberate. Zu D: Wahn kann kurzzeitig vorkommen, es gibt jedoch keine für das Delir typische Wahninhalte. Zu E: Bewusstseinstrübung ist ein Leitsymptom des Delirs. i

Lösung 21 (P 15-1): Schlafstörungen. B und E sind richtig.

Lösung 22 (P 15-1): PTBS. B 2 und 5 sind richtig.
Zu 2: komorbide Störungen (Morbus = Krankheit) heisst: gleichzeitig mit der Erkrankung auftretende Störungen (z.B. Ängste, Depressionen).
Zu 3: Eine traumafocussierte (= sich auf das Trauma konzentrierende) Methode ist z.B. das EMDR. Methoden dieser Art sind auf keinen Fall kontraindiziert. – Zu 4: Falsch ist „die meisten“. Ein Teil der Betroffenen entwickelt auch bei schweren Traumata keine PTBS.

Lösung 23 (P 15-1): Suizidalität. C 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
Zu 1: Richtig. Herzinfarkt, Schlaganfall etc. rangieren bei Erwachsenen weit vor dem Tod durch Suizid. – Zu 2: Hier geht es um vollendeten Suizid – da sind Männer wesentlich häufiger betroffen als Frauen. – Zu 3: In der Ambivalenzphase gibt es „Hilferufe“, die von Ärzten oder Therapeuten oft nicht wahrgenommen werden.

Lösung 24 (P 15-1): Symptome für Pseudodemenz. C und D sind richtig.

Lösung 25 (P 15-1): Absetzen von Benzodiazepinen. D 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Zu 1: Falsch. Hypersomnie = übergroßes Schlafbedürfnis. Das Gegenteil ist der Fall: typisch ist eine psychomotorische Unruhe, die Schlafen verhindert (Nesteln; Bettflucht; Unruhezustände).

Lösung 26 (P 15-1): Richtig ist B (somatoforme Störungen)
Lösung 27 (P 15-1): Richtig ist E (ärztliche Abklärung).
Lösung 28 (P 15-1): C 2, 3 und 4 sind richtig.

Neuerscheinung im Juli 2015

Schriftliche Prüfung zum Kleinen Heilpraktiker (Heilpraktiker für Psychotherapie): Original Prüfungsfragen mit Lösungen

Gisela Schneider MA (Tochter von Rudolf Schneider) ist Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hat in USA Psychologie studiert und als dort approbierte Diplompsychologin mit Kassenzulassung sechs Jahre in einer psychiatrischen Tagklinik gearbeitet.

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Lösung 1 (P 15-1): Legostein. A ist richtig (Wahnwahrnehmung).


Lösung 2 (P 15-1): Soziale Phobie. B und E sind richtig.

Kommentar: C beschreibt die generalisierte Angststörung. Zu D: Viele Sozialphobiker entwickeln bei längerer Erkrankung eine depressive Störung.


Lösung 3 (P 15-1): Verhaltenstherapeutische Verfahren. E: Alle sind richtig.

Zu 2: Habituationstraining = Gewöhnungstraining. Angstmachende Gedanken werden z.B. so oft gedanklich oder in einer Art Drehbuch wiederholt, bis Gewöhnung = Habituation eintritt. Auch die Konfrontation in vivo führt in der Regel zu einer Gewöhnung und damit Reduzierung der Reaktion. – Zu 5: Der sokratische Dialog ist eine Technik der kognitiven VT, bei der irrationale Denkmuster durch kluges, auf die Argumente des Klienten eingehendes Fragen verändert werden.


Lösung 4 (P 15-1): Miosis. B ist richtig.

Kommentar: Enge Pupillen (Stecknadelpupillen/Miosis) sind typisch für eine Opiatintoxikation (z.B. Heroin).


Lösung 5 (P 15-1): E Alle Aussagen sind richtig.


Lösung 6 (P 15-1): Negativsymptomatik. B 1 und 4 sind richtig.


Lösung 7 (P 15-1): Maniformes Zustandsbild. A und B sind richtig.

Kommentar: Bei Schilddrüsenüberfunktion kann es zu maniformen Zuständen kommen, ebenso auch bei Konsum von Amphetaminen (z.B. Kokain; Ritalin; XTC; Speed)


Lösung 8 (P 15-1): Zwangsstörung. A und E sind richtig. Zu C: Bei den meisten Betroffenen kommt es zu Zwangsgedanken, die durch dazu passende Zwangshandlungen „neutralisiert“ werden sollen.


Lösung 9 (P 15-1): Abwehrmechanismus Projektion. C ist richtig.


Lösung 10 (P 15-1): Betreuungsrecht. B und D sind richtig.


Lösung 11 (P 15-1): Binge-Eating-Störung. C und D sind richtig.

Kommentar: Kein Erbrechen, dadurch meist Übergewicht = Adipositas (BMI über 30).


Lösung 12 (P 15-1): Dissoziativen Störung der Bewegung. A ist richtig.

Kommentar: Dissoziative Störungen der Bewegung (z.B. Lähmung; Sprachverlust; psychogene Anfälle) zählen zu den Konversionsstörungen, bei denen nach psychoanalytischer Vorstellung ein unbewusster Konflikt symbolhaft in ein köperliches Symptom umgewandelt (= konvertiert) wird.


Lösung 13 (P 15-1): Reizkonfrontation. A und C sind richtig.


Lösung 14 (P 15-1): Anankastische Persönlichkeitsstörung. A 1, 2 und 3 sind richtig.

Kommentar: Aussage 4 beschreibt die ängstlich-vermeidende PS, Aussage 5 die abhängige PS.


Lösung 15 (P 15-1) Elektiver Mutismus. C 1, 3 und 4 sind richtig.

Kommentar: elektiv bedeutet: das Kind wählt aus, wann es verstummt und wann es redet. Meist spricht das Kind mit engen Bezugspersonen (z.B. der Mutter), nicht jedoch mit fremden oder Autoritätspersonen (z.B. Lehrer). Die Kinder haben keine Sprachentwicklungsstörung. Und natürlich gibt es Belege dafür, dass das Kind in einigen Situationen (z.B. mit Mutter/ Vater/ Bruder) normal sprechen kann.


Lösung 16 (P 15-1): Formale Denkstörungen. E 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Zu 4: Gedankenlautwerden ist keine formale Denklstörung (= Störung des Gedankenablaufs und des Redens) sondern eine Ich-Störung, gleichzeitig auch eine akustische Halluzination.


Lösung 17 (P 15-1): Nebenwirkungen von Lithium. E alle Aussagen sind richtig.

Eine eher medizinische Frage, bei der alle Aussagen richtig sind, auch die vermehrte Harnausscheidung, die Übelkeit und das gesteigerte Durstempfinden.


Lösung 18 (P 15-1): Wahnhafte Störung. A Nur 1 ist richtig.

Kommentar: 2+3 sind Negativsymptome, wie sie bei der Schizophrenia simplex, der Hebephrenie oder dem schizophrenen Residuum auftreten. 4 und 5 sind Plus-Symptome der paranoiden Schizophrenie.


Lösung 19 (P 15-1): Ausübung der Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes. A und D sind richtig. Kommentar: Beratung (B+C) oder allgemeine gesundheitliche Ratschläge macht man mit Gesunden. Zu A+D: Auch ein Heilpraktiker darf Techniken der VT anwenden, wenn er eine entsprechende Ausbildung gemacht hat.


Lösung 20 (P 15-1): Delirium tremens. A und B sind richtig.

Zu B: Mortalität = Sterblichkeit/Sterberate. Zu D: Wahn kann kurzzeitig vorkommen, es gibt jedoch keine für das Delir typische Wahninhalte. Zu E: Bewusstseinstrübung ist ein Leitsymptom des Delirs. i


Lösung 21 (P 15-1): Schlafstörungen. B und E sind richtig.


Lösung 22 (P 15-1): PTBS. B 2 und 5 sind richtig.

Zu 2: komorbide Störungen (Morbus = Krankheit) heisst: gleichzeitig mit der Erkrankung auftretende Störungen (z.B. Ängste, Depressionen).

Zu 3: Eine traumafocussierte (= sich auf das Trauma konzentrierende) Methode ist z.B. das EMDR. Methoden dieser Art sind auf keinen Fall kontraindiziert. – Zu 4: Falsch ist „die meisten“. Ein Teil der Betroffenen entwickelt auch bei schweren Traumata keine PTBS.


Lösung 23 (P 15-1): Suizidalität. C 1, 2, 3 und 5 sind richtig.

Zu 1: Richtig. Herzinfarkt, Schlaganfall etc. rangieren bei Erwachsenen weit vor dem Tod durch Suizid. – Zu 2: Hier geht es um vollendeten Suizid – da sind Männer wesentlich häufiger betroffen als Frauen. – Zu 3: In der Ambivalenzphase gibt es „Hilferufe“, die von Ärzten oder Therapeuten oft nicht wahrgenommen werden.


Lösung 24 (P 15-1): Symptome für Pseudodemenz. C und D sind richtig.


Lösung 25 (P 15-1): Absetzen von Benzodiazepinen. D 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

Zu 1: Falsch. Hypersomnie = übergroßes Schlafbedürfnis. Das Gegenteil ist der Fall: typisch ist eine psychomotorische Unruhe, die Schlafen verhindert (Nesteln; Bettflucht; Unruhezustände).


Lösung 26 (P 15-1): Hypochondrische Störung. Richtig ist B (somatoforme Störungen)


Lösung 27 (P 15-1): Verdacht auf Demenz. Richtig ist E (ärztliche Abklärung).


Lösung 28 (P 15-1): Unterformen der Schizophrenie. C 2, 3 und 4 sind richtig.

Kommentar: Es gibt keine „larvierte“ und auch keine „autistische“ Schizophrenie, wohl aber die Unterformen „Schizophrenia simplex“, „hebephrene/katatone Schizophrenie.“

 

Ausführliche Kommentare zu den Lösungen der vorausgehenden Prüfungen finden Sie in meinen Lernkarten mit Original-Prüfungsfragen der Jahre 2004 bis 2014 (Elsevier-Verlag, Juni/Juli 2015).

 

Frage 1 (P 15-1): Einfachauswahl. Ein Patient berichtet beim Erblicken eines Legosteins am Boden, dass dieser eigens für ihn hinterlegt worden sei, als Zeichen, er solle heute Abend nicht Auto fahren. Welche Aussage trifft zu?.


□ A Wahnwahrnehmung

□ B Optische Halluzination

□ C Sensitiver Beziehungswahn

□ D Pseudohalluzination

□ E Taktile Missempfindung


Frage 2 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur sozialen Phobie treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.


□ A Die soziale Phobie tritt meist erst nach dem 30. Lebensjahr auf

□ B Als Folge der sozialen Phobie kann es zur Schulverweigerung kommen

□ C Es handelt sich um eine generelle und anhaltende Angst, die nicht auf eine bestimmte Situation beschränkt ist

□ D Das Risiko bei sozialer Phobie später an einer Depression zu erkranken ist nicht erhöht

□ E Charakteristisch ist die Furcht, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich peinlich oder erniedrigend zu verhalten


Frage 3 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Verhaltenstherapeutische Verfahren sind:


(1) Training sozialer Kompetent

(2) Habituationstraining

(3) Systematische Desensibilisierung

(4) Exposition in sensu

(5) Sokratischer Dialog


□ A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

□ E Alle Aussagen sind richtig



Frage 4 (P 15-1): Einfachauswahl. Ein Patient mit bekannter Suchterkrankung befindet sich in Ihrer regelmäßigen psychotherapeutischen Behandlung. Beim aktuellen Gesprächstermin zeigt er ein verändertes Verhalten. Zusätzlich fallen Ihnen sehr enge Pupillen (Miosis) auf. Die Einnahme welcher Substanz könnte hierfür am ehesten ursächlich sein?


□ A Cannabis

□ B Opiat

□ C Kokain

□ D Methamphetamin (Crystal)

□ E LSD (Lysergsäurediäthylamid)


Frage 5 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Erkrankungen oder Zustände können bei bestehender Selbst- oder Fremdgefährdung zu Einweisungen nach dem jeweiligen Landesgesetz für psychisch kranke Personen (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz, Unterbringungsgesetz führen?


(1) Akute paranoide Psychose

(2) Alkoholismus

(3) Manie

(4) Akuter Erregungszustand

(5) Depression


□ A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

□ E Alle Aussagen sind richtig


Frage 6 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Negativsymptomatik (Minussymptomatik) bei psychischen Störungen treffen zu?


(1) Negativsymptome sind typisch für ein schizophrenes Residuum

(2) Negativsymptome lassen sich vor allem durch Psychoanalyse günstig beeinflussen

(3) Versündigungswahn ist ein typisches Negativsymptom

(4) Differentialdiagnostisch muss an Nebenwirkungen von Neuroleptika gedacht werden

(5) Eine ausgeprägte Negativsymptomatik ist hinsichtlich der langfristigen Prognose einer Schizophrenie als eher günstig anzusehen


□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig


Frage 7 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.


Ein 50-jähriger Mann kommt in Begleitung seiner Ehefrau in Ihre Praxis. Vom psychopathologischen Befund ist ein maniformes Zustandsbild auffällig. Um eine mögliche somatische Ursache auszuschließen, empfehlen Sie eine hausärztliche Untersuchung.

Als Ursachen kommen bei der Differentialdiagnose am ehesten in Frage:



□ A Schilddrüsenüberfunktion

□ B Amphetaminkonsum

□ C Hypotonie

□ D Schilddrüsenunterfunktion

□ E Herzinfarkt


Frage 8 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Zwangsstörung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.


□ A Zwangsgedanken werden von den Betroffenen meist als unsinnig erkannt

□ B Zwangsgedanken werden von den Betroffenen als von Außen eingegeben empfunden

□ C Nur bei einem kleinen Teil der betroffenen Patienten finden sich Zwangsgedanken und Zwangshandlungen gemischt

□ D Zur Behandlung werden in psychiatrischen Kliniken häufig Verfahren der Neurochirurgie eingesetzt

□ E Zwangsgedanken haben oft bedrohliche oder aggressive Inhalte


Frage 9 (P 15-1): Einfachauswahl. Welcher Abwehrmechanismus wird beschrieben, wenn jemand eigene Probleme und Impulse, die man bei sich selbst ablehnt, einem anderen Menschen zuschreibt und dort kritisiert und thematisiert?


□ A Sublimierung

□ B Regression

□ C Projektion

□ D Reaktionsbildung

□ E Affektverschiebung


Frage 10 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zum Betreuungsrecht treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.


□ A Der zu betreuende muss schwerbehindert sein

□ B Ein Betreuer kann auch auf Antrag des Betroffenen bestellt werden

□ C Voraussetzung für eine Betreuerbestellung ist Geschäftsunfähigkeit

□ D Die Anregung einer Betreuung kann durch Jedermann erfolgen

□ E Unter Betreuung stehende Menschen verlieren grundsätzlich ihr Wahlrecht


Frage 11 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur sog. Binge-Eating-Störung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.


□ A Das Körpergewicht liegt unter einem Body-Mass-Index (BMI) von 17,5kg/m²

□ B Typisch ist sofortiges Erbrechen nach dem Essen

□ C Häufig besteht Übergewicht

□ D Die Impulskontrolle ist gestört

□ E Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen


Frage 12 (P 15-1): Einfachauswahl. Welche Aussage zur dissoziativen Störung der Bewegung trifft zu?


□ A Umwandlung unbewusster psychischer Konflikte in somatische Symptome

□ B Zustand, der auftritt beim Übergang von einer Depression zur Manie und umgekehrt

□ C Symptome können durch eine körperliche Erkrankung erklärt werden

□ D Umschlag von katatoner Erregung zu katatoner Hemmung

□ E Neu hinzukommendes Symptom, das im Krankheitsverlauf das Grundsymptom ersetzt


Frage 13 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Reizkonfrontation treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.


□ A Reizkonfrontation kann bei Agoraphobie zu einer Symptomreduktion führen

□ B Die Methode wird häufig bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Depressionen eingesetzt

□ C Die massive Konfrontation mit der angstbesetzten Situation führt idealerweise zu einer Auflösung des Spannungszustandes und minimiert so die Erwartungsangst

□ D Zentrale Aussagen des erarbeiteten Erklärungs- und Veränderungsmodells dürfen nicht als Wahrscheinlichkeitsaussagen formuliert werden

□ E Ein graduiertes Vorgehen ist bei dieser Methode nicht möglich


Frage 14 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Merkmale lassen am ehesten an eine anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung im Sinne der ICD-10 denken?


(1) Ständige Beschäftigung mit Details, Regeln, Listen, Ordnung und Plänen

(2) Ausgeprägter Perfektionismus, der die Fertigstellung von Aufgaben behindert

(3) Übermäßige Pedanterie und Befolgung sozialer Konventionen

(4) Eingeschränkter Lebensstil wegen Bedürfnisses nach körperlicher Sicherheit

(5) Eingeschränkte Fähigkeit. Alltagsentscheidungen zu treffen ohne ein hohes Maß an Ratschlägen und Bestätigung von anderen


□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig


Frage 15 (P 15-1) Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen sind mit der Diagnose des elektiven Mutismus typischerweise vereinbar?


(1) Das betroffene Kind spricht nicht mit den Lehrern

(2) Bei dem Kind besteht eine erhebliche Sprachentwicklungsstörung

(3) Das Sprachverständnis ist nicht beeinträchtigt

(4) Das Kind spricht mit der Mutter

(5) Es gibt keinen Beleg dafür, dass das betroffene Kind in einigen Situationen normal oder fast normal sprechen kann


□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

□ E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig


Frage 16 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? Zu den formalen Denkstörungen zählen


(1) Sperrung des Denkens

(2) Ideenflucht

(3) Inkohärenz

(4) Gedankenlautwerden

(5) Neologismen


□ A Nur die Aussage 3 ist richtig

□ B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ E Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig


Frage 17 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Nebenwirkungen können bei der Therapie mit Lithiumpräparaten auftreten?


(1) Tremor

(2) Vermehrte Harnausscheidung (Polyurie)

(3) Gewichtszunahme

(4) Übelkeit

(5) Gesteigertes Durstempfinden


□ A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

□ E Alle Aussagen sind richtig


Frage 18 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? Die wahnhafte Störung ist nach ICD-10 charakterisiert durch:


(1) Lang anhaltender Wahn

(2) Affektverflachung

(3) Antriebsstörung

(4) Denkzerfahrenheit

(5) Anhaltende akustische Halluzinationen


□ A Nur die Aussage 1 ist richtig

□ B Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

□ E Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig


Frage 19 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

Um erlaubnispflichtige Ausübung der Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes handelt es sich bei der selbständigen Durchführung von:


□ A Verhaltenstherapie bei Angststörung

□ B Eheberatung bei Beziehungskrise

□ C Beratung über die Schullaufbahn bei Lernstörungen

□ D Flooding bei Spinnenphobie

□ E Vortragstätigkeit mit Erteilung allgemein gehaltener gesundheitlicher Ratschläge


Frage 20 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

Bei der Entwicklung eines Delirium tremens im Rahmen eines Alkoholentzugssyndroms:


□ A kann es zu epileptischen Anfällen kommen

□ B besteht unbehandelt ein hohes Mortalitätsrisiko von bis zu ca. 25%

□ C sind ambulante Behandlungen einer sofortigen Klinikeinweisung vorzuziehen

□ D kommt es zu typischen Wahninhalten

□ E kommt es zu Orientierungsstörungen, jedoch nicht zu Bewusstseinstrübungen


Frage 21 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Empfehlungen sind bei einem Patienten mit Schlafstörungen sinnvoll? Wählen Sie zwei Antworten!


□ A Körperliches Training kurz vor dem Schlafengehen

□ B Verzicht auf Mittagsschlaf

□ C Genuss von 1 Liter Rotwein kurz vor dem Schlafengehen

□ D Schlafen mit erhöhtem Oberkörper

□ E Vermeidung der Einnahme von harntreibenden Substanzen am Abend


Frage 22 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) treffen zu?


(1) Symptome klingen innerhalb von 3 Tagen nach belastendem Ereignis ab

(2) Häufig bestehen komorbide psychische Störungen

(3) Traumafokussierte Psychotherapieverfahren sind grundsätzlich kontraindiziert

(4) Nach Traumata entwickeln die meisten betroffenen eine PTBS

(5) Typisch ist das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen oder Träumen


□ A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig


Frage 23 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu?


(1) Der Suizid zählt in Deutschland zu den zehn häufigsten Todesursachen

(2) Bei Männern ist die Suizidrate deutlich höher als bei Frauen

(3) Es ist bekannt, dass viele Betroffene innerhalb des letzten Monats vor dem vollzogenen Suizid einen Therapeuten aufgesucht hatten

(4) Bei Verdacht auf Suizidalität sollte man nicht nach sozialen Kontakten fragen

(5) Das präsuizidale Syndrom nach Ringel wird mit folgender Trias beschrieben: Einengung, Suizidfantasien und Aggressionsumkehr


□ A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

□ E Alle Aussagen sind richtig


Frage 24 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Eine 50-jährige Patientin berichtet Ihnen von ihrer 75-jährigen Mutter, bei der sie eine Alzheimer-Demenz vermutet. Welche der folgenden Angaben sprechen eher für eine kognitive Störung bei depressiver Krankheit? Wählen Sie zwei Antworten!


□ A Langsame Verschlechterung der Leistungsfähigkeit

□ B Deutliche Merkfähigkeitsstörung

□ C Rascher Beginn der Auffälligkeiten nach Tod des Ehepartners

□ D Ungestörtes Orientierungsvermögen

□ E Überspielen kognitiver Defizite


Frage 25 (P 15-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Mit welchen Symptomen ist nach abruptem Absetzen der Benzodiazepinmedikation bei langjähriger Benzodiazepinabhängigkeit zu rechnen?


(1) Hypersomnie

(2) Wahrnehmungsstörungen

(3) Krampfanfälle

(4) Tremor

(5) Dysphorie


□ A Nur die Aussage 1 und 5 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

□ E Alle Aussagen sind richtig


Frage 26 (P 15-1): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu? Die hypochondrische Störung zählt nach ICD-10 Klassifikation zu den


□ A psychosomatischen Störungen

□ B somatoformen Störungen

□ C vorgetäuschten (artifiziellen) Störungen

□ D simulierten Störungen

□ E Zwangsstörungen


Frage 27 (P 15-1): Einfachauswahl. Ein 70-jähriger Patient wird zunehmen vergesslicher, verläuft sich und ist zeitlich nicht voll orientiert. Welche Maßnahme ist als erstes einzuleiten?


□ A Aufnahme einer Psychotherapie, um herauszufinden, was hinter den Symptomen stecken könnte

□ B Gabe von Ritalin (Methylphenidat) zur Steigerung der Konzentration

□ C Sofortige Einweisung in eine geschlossene psychiatrische Abteilung gegen den Willen des Patienten

□ D Beantragung einer Betreuung nach dem Betreuungsgesetz

□ E Veranlassung einer ärztlichen Abklärung bei Verdacht auf Demenz


Frage 28 (P 15-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Unterformen einer schizophrenen Psychose nach ICD-10?


(1) Larviert

(2) Hebephren

(3) Simplex

(4) Kataton

(5) Autistisch


□ A Nur die Aussage 1, 2 und 3 sind richtig

□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Die Lösungen zur schriftlichen Prüfung 15-1 finden Sie im Anschluss an die Prüfungsfragen. Bitte bei Bedarf nach unten scrollen. - Ausführliche Kommentare zu allen Lösungen finden Sie auf meinen Lernkarten, siehe Abbildung rechts (Elsevier-Verlag, Juni/Juli 2015).

HP-Prüfung (Psychotherapie) am 18. März 2015 (Gruppe A)

Prüfung März 2015: Lösungen mit Kurzkommentaren

616 Originalprüfungsfragen mit ausführlichen Kommentaren zu jeder richtigen und jeder falschen Lösung